Immer wieder erreichen uns Mails mit der Nachfrage, ob unsere Yogakurse von den Krankenkassen subventioniert werden. Wir arbeiten überwiegend mit einem offenen und flexiblen Kurssystem. Das bedeutet, dass unsere TeilnehmerInnen sich ein Kursabo kaufen und über unser Buchungssystem innerhalb des Gültigkeitszeitraumes ihre Einheiten nach Wunsch nutzen können, sie sind nicht an einen speziellen Kurs gebunden. Außerdem haben wir im Yoganest ein vielfältiges Kursangebot und unterrichten beispielsweise auch Vinyasa Flow, Faszienyoga oder AcroYoga.

Die Krankenkassen bezuschussen allerdings nur abgeschlossene Kursreihen über beispielsweise zehn Termine. Es besteht je nach Krankenkasse eine Anwesenheitspflicht von 80-100%. Die Krankenkassen erstatten im Jahr maximal zwei Kurse pro Bereich (Stressprävention, Bewegung, Suchtprävention und Ernährung). Das bedeutet insgesamt eine Bezuschussung von maximal acht Kursen in vier Bereichen. Bezüglich der Erstattung von Kursgebühren besteht bei den gesetzlichen Krankenkassen keine einheitliche Regelung. Jede Krankenkasse hat ihre eigene Satzung und bestimmt in dieser individuell die Art (z. B. Häufigkeit) und Höhe der Bezuschussung. Genaue Angaben zur Erstattungsregelung können direkt bei der jeweiligen Krankenkasse nachgefragt werden. In der Regel werden 80-100% des Kursbeitrages bei entsprechender Anwesenheit erstattet. Pro Halbjahr wird nur ein Kurs pro Bereich erstattet, werden also zwei Kurse im Bereich Stressprävention absolviert, wird nur ein Kurs bezuschusst.

Der Kurszertifizierungsprozess der Zentralen Prüfstelle für Prävention ist für uns als Kursleiterinnen sehr aufwendig und zeitintensiv. Es gibt keine standardisierten Kurskonzepte oder Leitfäden, trotzdem kann ein Kurskonzept nahezu willkürlich abgelehnt werden. Wir sind in unserer Kreativität eingeschränkt und dürfen unsere Kurse nicht den Bedürfnissen unserer TeilnehmerInnen in der jeweiligen Stunde entsprechend anpassen, sondern müssen uns an das eingereichte Stundenbild halten.Auch kommt für die ZPP als förderfähige Maßnahme ausschließlich Hatha Yoga für Einsteiger in Betracht und Kurse, die die ZPP unter Hatha Yoga einordnet (Hatha, Ashtanga, Sivananda, Iyengar). Sanftes Vinyasayoga zählt beispielsweise ohne Begründung nicht dazu. Kurse für Fortgeschrittene werden nicht bezuschusst. Der Leitfaden Prävention ordnet Hatha Yoga dem zweiten Präventionsprinzip „Förderung von Entspannung (Palliativ-regeneratives Stressmanagement)“ des Handlungsfeldes Stressmanagement zu. Demnach müssen die Inhalte entspannungsorientiert gestaltet sein und Entspannung als grundlegendes Ziel verfolgen. Vornehmlich bewegungs- und workout-orientierte Maßnahmen sowie Maßnahmen mit therapeutischer oder weltanschaulicher Ausrichtung sind ausgeschlossen (vgl. Leitfaden Prävention 2017, S. 69; siehe FAQ für Kursanbieter). Obwohl wir im Yoganest modernes, bodenständiges und weitgehend körperorientiertes Yoga unterrichten, möchten wir es aber nicht rein auf die körperliche Ebene reduzieren und ausschließlich entspannungsorientiert arbeiten. Yoga ist ein ganzheitlicher Übungsansatz und sieht Körperarbeit als Einstieg in tiefere, komplexere Ebenen an.

Wir finden es großartig, dass mehr Menschen durch die Bezuschussung der Krankenkassen den Einstieg ins Yoga finden und ihnen eine Kursteilnahme ermöglicht wird, die anderweitig finanziell vielleicht nicht machbar ist. Wir können allerdings nicht mehr als zwei bis drei Krankenkassenkurse pro Jahr anbieten, ohne das flexible Kurssystem einzuschränken, welches das Yoganest so besonders macht.

Wir bieten aktuell Krankenkassenkurse im Faszientraining (Bereich Bewegung) an, haben allerdings (noch) keine bezuschussten Yogakurse im Plan. Ab Sommer 2018 sind Krankenkassenkurse im Hatha Yoga geplant. Für den nächsten Faszientrainingskurs führen wir eine Warteliste, bitte kontaktiere uns per Mail, wenn du auf die Liste gesetzt werden möchtest.